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Gegenwind: Wanderung im Wadgasser Wald

Mehr als 150 Menschen und 35 Hunde nahmen am Sonntag, 5. Februar 2017 an einer geführten Waldwanderung teil, um ihren Protest zu zeigen gegen die geplanten Windräder im Wadgasser Wald. Mit dabei: die Kreisvorsitzende der LINKEN, die Landtagsabgeordnete Dagmar Ensch-Engel mit ihrem Mann Reinhold Engel sowie mit Landesgeschäftsführer Dr. Andreas Neumann.

 




Keine Windkraft um jeden Preis!

(4.Juni 2010) „Es ist scheinheilig, sich für Windkraftanlagen im Wald auszusprechen und die Zerstörung des Ökosystems Wald billigend in Kauf zu nehmen“, so die umweltpolitische Sprecherin der LINKEN Dagmar Ensch-Engel. „Noch ist Weiskirchen ein anerkannter Luftkurort, der gerne besucht wird. Mir ist es schleierhaft, dass gerade hier im Wildpark Rappweiler Windräder gebaut werden solle, zumal dieser Standort kein Windvorranggebiet ist“.

In der medialen Berichterstattung von Ende Mai wurde verbreitet, dass der Einsatz von regenerativen Energien bei der weiteren Anerkennung von Weiskirchen als heilklimatischer Kurort der Premium-Class eine bedeutende Rolle spielen könnte. Es ist aber nicht zu erwarten, dass dies durch die Errichtung von Windrädern an dieser exponierten Stelle erreicht werden wird“. Am Donnerstag Abend trafen sich Thomas Lutze, MdB, und Dagmar Ensch-Engel, MdL, mit Vertretern der Bürgerinitiativen gegen Windräder und die geplante Fotovoltaikanlage in Weierweiler sowie interessierten Bürgern im Waldgasthof Wildpark zu einem offenen Dialog.

Thomas Lutze zeigte sich erstaunt über die Vorgehensweise der Verantwortlichen im Vorfeld der Abstimmung, die am Sonntag in Weiskirchen stattfinden wird. Dort würden berechtigte Kritiken als verantwortungslose Stimmungsmache abgestempelt, willkürlich ein Quorum von 55% der Wahlberechtigten festgelegt und darüberhinaus noch eine einflussnehmende Bemerkung auf die Abstimmungszettel gedruckt (im Wortlaut: „Alle Fraktionen des Gemeinderats in Weiskirchen sind für den Ausbau der regenerativen Energien“). „Wir sind grundsätzlich für den Ausbau erneuerbarer Energien, aber nicht zu Lasten des Landschaftsschutzes und der Tourismusindustrie im Nordsaarland!“, so Lutze. Der konzeptionslose Wildwuchs in Sachen erneuerbare Energien nach Gusto der einzelnen Interessengruppen und Subventionsjäger im ohnehin bereits zersiedelten Saarland müsse gestoppt werden. Die Weiskircher Bürger haben es nun in der Hand über die Zukunft ihrer Gemeinde zu entscheiden. Es ist zu hoffen, dass die Windräder nicht an diesem Standort gebaut werden und der Kurort in seiner Schönheit so erhalten bleibt, wie er ist.